Immobilie verkaufen ohne Makler – Tipps und Risiken
Viele Eigentümer überlegen, ihre Immobilie ohne Makler zu verkaufen, um die Maklerprovision zu sparen. Doch lohnt sich der Privatverkauf wirklich? Als Immobilienmakler erklären wir ehrlich beide Seiten – Vorteile, Risiken und typische Fehler.
Vorteile des Verkaufs ohne Makler
- Kostenersparnis: Keine Maklerprovision (üblicherweise 3,57 % für den Verkäufer in NRW)
- Volle Kontrolle: Sie bestimmen Preis, Zeitplan und Verhandlungen selbst
- Direkter Kontakt: Kein Mittelsmann zwischen Ihnen und potenziellen Käufern
Die Risiken und Herausforderungen
Was viele Privatverkäufer unterschätzen:
1. Falsche Preiseinschätzung
Der häufigste und teuerste Fehler: Die Immobilie wird zu hoch oder zu niedrig angesetzt. Zu hoch bedeutet lange Standzeit und „Ladenhüter“-Effekt – potenzielle Käufer werden misstrauisch. Zu niedrig bedeutet direkt Geldverlust. Eine professionelle Immobilienbewertung schafft Klarheit.
2. Fehlende Reichweite bei der Vermarktung
Makler haben Zugang zu professionellen Portalen, ein bestehendes Käufernetzwerk und Erfahrung in der Immobilienfotografie. Ein inserat mit Handyfotos und wenigen Zeilen Text wird deutlich weniger Interessenten anziehen.
3. Besichtigungen und Verhandlungen
Besichtigungen sind zeitaufwendig. Und in Verhandlungen fehlt vielen Verkäufern die emotionale Distanz – schließlich verkauft man oft das eigene Zuhause. Profis verhandeln sachlich und holen in der Regel einen besseren Preis heraus.
4. Rechtliche Fallstricke
Beim Immobilienverkauf gibt es zahlreiche rechtliche Pflichten:
- Energieausweis: Pflicht bei jedem Verkauf – Bußgeld bis 10.000 €
- Widerrufsrecht: Bei Verbrauchern können bestimmte Rechte greifen
- Aufklärungspflichten: Bekannte Mängel müssen offengelegt werden
- Grundbuch und Belastungen: Löschung von Grundschulden vor Übergabe
Die versteckten Kosten des Privatverkaufs
Auch ohne Makler entstehen Kosten, die viele unterschätzen:
| Kostenpunkt | Geschätzte Kosten |
|---|---|
| Energieausweis | 80–500 € |
| Professionelle Fotos | 200–800 € |
| Inserate (ImmoScout24, Kleinanzeigen) | 50–500 € / Monat |
| Grundriss-Erstellung | 100–300 € |
| Notar (Kaufvertragsentwurf) | trägt i.d.R. der Käufer |
In der Summe können schnell 1.000–2.000 € zusammenkommen – ohne Garantie, einen Käufer zu finden.
Wann sich ein Makler definitiv lohnt
- Bei komplexen Eigentumsverhältnissen (Erbengemeinschaft, Scheidung) → Ratgeber: Immobilie geerbt
- Wenn Sie nicht vor Ort sind und Besichtigungen nicht selbst durchführen können
- Bei schwierigen Marktlagen oder speziellen Objekten (Gewerbe, Mehrfamilienhäuser)
- Wenn Sie den bestmöglichen Preis erzielen möchten – Makler verhandeln im Schnitt 5–15 % mehr heraus
- Für Eigentümer, die keinen Zeitdruck haben und den Prozess stressfrei gestalten wollen
Unser Tipp: Lassen Sie sich unverbindlich beraten
Bei der ImmoSprint GmbH beraten wir Sie ehrlich – auch wenn der Privatverkauf die bessere Option für Sie sein sollte. Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch und erfahren Sie, was Ihre Immobilie wirklich wert ist.
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